Marktplatz & Rathaus
Dieses Rot siehst du nirgendwo sonst in der Schweiz. Das Basler Rathaus leuchtet seit 1514 wie eine Theaterkulisse – Sandstein, rot gestrichen, goldene Zinnen, Fresken bis unters Dach. Und genau so war es gemeint: Basel war 1501 der Eidgenossenschaft beigetreten, als reiche, gelehrte Handelsstadt mit Universität und Buchdruck – und baute sich ein Rathaus, das allen zeigte, wer hier der neue starke Partner ist. Geh unbedingt durch den Haupteingang in den Innenhof, der ist offen und gratis: bemalte Arkaden, eine Prunktreppe, und oben wacht eine Statue – kein Eidgenosse, sondern ein Römer. Munatius Plancus, der angebliche Stadtgründer. Basel pflegt seine Wurzeln gern ein paar Jahrhunderte tiefer als der Rest des Landes. Draussen auf dem Platz duftet werktags der Markt nach Käse und Blumen. Schnapp dir etwas für unterwegs – wir steigen jetzt hoch zum Münster, und danach gehört der Rest des Tages dem Fluss. Vor Ort: Unbedingt in den Innenhof gehen (werktags offen) – die Fresken und die Ratsstube-Treppe übersehen 90 % der Besucher. Fotospot: Schräg vom Marktplatz mit Marktständen im Vordergrund – das Rot knallt am Vormittag.